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Chartermöglichkeiten Sportboote

von Heiko Mettelsiefen am 27.10.2011, 08:21 Uhr

Kleiner Überblick, wie welche Boote verchartert werden. Boote mieten mit und ohne Führerschein.

Yacht Chartern

Yachtcharter für Hausboote, Segelboote und Motoryachten

Um national und international Boote zu mieten, gibt es individuell zugeschnittene Chartermöglichkeiten. Die Varianten reichen von dem stundenweisen Ausleihen der Regattaboote in einem Segelverein über das Mieten von Segelyachten mit einem Skipper bis hin zu den Charterbooten der Luxusklasse mit bestellter ganzer Crew und Skipper. Die wichtigsten Charterarten und ihre Vorteile sowie Nachteile vom Yachtcharter Yachtico.com erstellt.

Chartermöglichkeiten nach Zeit

Beim Tagescharter für Motorboote und Segelboote besteht die Möglichkeit, Boote für einen Tag zu mieten, in der Regel für sieben bis acht Stunden. Dies bietet sich insbesondere dann an, wenn keine Zeit für einen langen Törn vorhanden ist oder spontan die Entscheidung vor Ort getroffen wird, sich auf See zu begeben. Viele Charter-Firmen bieten spezielle Boote einzig und allein für den flexiblen Tagescharter an. In der Regel können Bootsführerscheinbesitzer mit Erfahrung kleinere Boote ohne Skipper anmieten. Größere Boote werden nur mit Skipper verchartert. Bei kleineren Törns von unter vier Tagen ist es teilweise für erfahrene Bootsführer möglich, sich einen Tag lang durch einen Skipper einweisen zu lassen, der dann die verbleibende Zeit von Bord geht.

Für Hausboote gelten regional unterschiedliche Regelungen. Ein Skipper wird in der Regel nur für einzelne Fahrwasser benötigt, wenn kein Bootsführerschein an Bord vorhanden ist. In Deutschland ist das zum Beispiel bei einer Durchfahrt durch Berlin der Fall. Dort fungieren Skipper auch gelichzeitig als Fremdführer. Ansonsten wird der Hausbootcharter in deutschen Gewässern ohne Führerschein möglich durch mehrstündiges Einweisen und dem Erwerb eines Charterscheines, der dann dazu berechtigt, ein Hausboot „führerscheinfrei“ zu steuern.

Bei Kleinstbooten gilt generell in deutschen Gewässern, dass Sie für Boote unter 3,20 m Länge und unter 5 PS keinen Führerschein benötigen. Hausboote werden in einigen europäischen Ländern allgemein führerscheinfrei angeboten.

Ein Time Charter eignet sich beispielsweise für Segler, die einen vorher fest definierten Zeitraum auf See verbringen möchten. Dabei stellt das vercharternde Unternehmen das betriebsbereite und auf Wunsch bemannte Schiff zur Verfügung und ist auch während des Törns für den technisch einwandfreien Zustand des Bootes verantwortlich. Die Bereederung (ship management) kann er selbst ausführen oder dem sogenannten Vertragsreeder zur Verfügung stellen. Gibt es während des Törns dennoch Probleme, die eine Weiterfahrt vereiteln, so bezahlt der Charterer für diesen Zeitraum keine Chartergebühr.

Beim Voyage Charter besteht die Möglichkeit, dass Boot für eine bestimmte Reise zu buchen. Ein fester Zeitraum für den Charter steht dabei nicht im Vordergrund. Dabei wird der zu entrichtende Mietbetrag zumeist nach Tagen berechnet.

Chartermöglichkeiten nach Zeit Vorteile Nachteile
Tagescharter Spontanes Segelerlebnis Geforderte Flexibilität
Time Charter   Lange Vorausplanung
Voyage Charter Flexible Reisedauer  


Der Bareboat-Charter ist ideal für erfahrene Segler, die ein Boot ohne Skipper chartern möchten. Dabei müssen Sie einen für das Boot und das zu befahrene Gebiet gültigen Führerschein besitzen. Bei der Ausflaggung ist es hier zudem möglich, bei Anwendung des §7 FlRG unter fremder Flagge zu fahren aber dabei nicht das deutsche Schiffsregister zu verlassen. Der Charterer übernimmt beim Bareboat-Charter nicht nur die Bereederung während des Törns, sondern auch alle Kosten für die Betriebsstoffe, die Wartung und eventuelle Reparaturen. Verzögert sich der Törn aufgrund eines technischen Defekts, muss der Charterer die Bootsmiete dennoch bezahlen.

Der Skipper-Charter, der auch unter dem Namen „Kabinencharter“ bekannt ist, bezeichnet die Vermietung eines Bootes mit einem erfahrenen Skipper und ist daher ideal für unerfahrene Segler geeignet. Die Verantwortung für das Boot und den Törn geht hier auf den Skipper über. Er kennt sich nicht nur mit dem Boot sondern auch im jeweiligen Reiserevier aus und kann daher zusätzlich zu geschriebenen Reiseführern als ideale Ergänzung des Törns fungieren. Natürlich geht mit der Buchung eines Skippers auch eine zusätzliche Gebühr, sowie die Unterbringung und Verpflegung des Skippers einher. Auch das „Mitsegeln“ wird darunter verstanden.

Der Crewed-Charter, der ebenfalls dem Bereich des „Kabinencharter“ zugeordnet werden kann, bietet sich für alle Segler an, die ein Mehr an Luxus wünschen. Je nach Wunsch wird dem Charterer hier ein Koch, eine Hostess, ein Skipper und vieles mehr zur Verfügung gestellt. Die feste Crew kümmert sich während des gesamten Reisezeitraumes um die Bedürfnisse der Reisenden und umsorgt diese. Natürlich entstehen durch die Buchung einer Crew zusätzliche Kosten. Zum einen für die Arbeit der Crew und zum anderen für deren Unterbringung und Verpflegung an Bord.

Chartermöglichkeiten nach Anspruch Vorteile Nachteile
Bareboat-Charter Selbstständiges Chartern Zusätzliche Kosten
Skipper-Charter Sorgenloses Segeln Zusätzliche Kosten
Crewed-Charter Luxuriöse Betreuung an Bord Zusätzliche Kosten