AIS - Schiffspositionen

Durch AIS-Technik können Schiffe untereinander Positionsbestimmungen austauschen. Das Automatische Identifikations System hat sich vor allem als Alternative zum Radar etabliert.

Alternative zum Radar

Die AIS-Funkübertragungstechnik ist ein für größere Schiffe verplichtendes System, das zur Ortung in der Nähe befindlicher Schiffe beiträgt. Es soll vor allem Kollisionen verhindern. Aufgrund verschiedener Funktionsprinzipien ist es deutlich moderner als Radarfunk:

  • Es erstellt Positionskarten, die nicht relativ zur Schiffsposition zu sehen sind sondern eine tatsächliche Übersicht darstellen.
  • Durch die kurzwelligere Übertragungstechnik kann die im UKW-Frequenzbereich arbeitende Technik auch durch Hindernisse wie Landzungen hindurch senden.
  • Da über AIS auch Informationen wie Schiffsname und -typ sowie der aktuelle Kurs übertragen werden, ist eine Identifikation der umliegenden Schiffe gewähleistet.

 

AIS-Gerät

Quelle: Wikipedia/Clipper

Frequenzen und Intervalle

AIS nutzt zur Übertragung die im UKW-Band befindlichen Frequenzen 87B und 88B, also 161,975 MHz und 162,025 MHz. Alle Berufsschiffe über 300 BRZ auf internationaler Fahrt und alle Berufsschiffe über 500 BRZ auf nationaler Fahrt sind mit AIS auzurüsten. Für kleinere Schiffe gibt es Empfangsgeräte, die die AIS-Daten der Schiffe in der Nähe erfassen.

Die Intervalle, in denen übersendet werden muss, hängen von der Geschwindigkeit und Kursänderungsrate der Schiffe ab:

Schiffstatus Sendeintervall
Schiff vor Anker oder festgemacht, < 3 kt 3 min
Schiff vor Anker oder festgemacht, > 3 kt 10 s
0 - 14 kn 10 s
0 - 14 kn, Kursänderung 3,3 s
14 - 23 kn 6 s
14 - 23 kn, Kursänderung 2 s
> 23 kn 2 s

 

So verwendet das Hafenradar AIS

Karte von Hamburg auf dem Hafenradar

Das Hafenradar nutzt die AIS-Technik, um zu bestimmen, wo welches Schiff sich gerade aufhält. Der Seite stehen zahlreiche stationäre Empfangsanlagen zur Verfügung, die - zusammengeschlossen - ein umfassendes Bild des Schiffverkehrs darstellen.