Die Geschichte des Segeln
Die Geschichte des Segeln. Wann es begann und welche großen Ereignisse bisher geschehen sind.
Segeln
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Die Fortbewegung eines Segelschiffes oder Segelbootes unter Nutzung der Windenergie nennt man segeln. Für den Handel, den Transport, der Kriegsführung und den Fischfang hatten Segelschiffe Jahrhunderete lang eine große Bedeutung. Maschienengetriebene Schiffe haben Ende des 19 Jahrhunderts die Segelschiffe verdrängt.
Segeln wird Heutzutage in den Industrieländern fast nur noch als Wettkampfsport oder Freizeitaktivität betrieben. Kriegs- und Handelsmarienen nutzen sie als Segelschulschiffe zur Ausbildung.
Geschichte
Altertum
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5000 Jahre v. Chr. wurde auf einer Totenurne die Darstellung eines Schiffes mit Segeln gefunden. Ca. 3000 Jahre v. Chr. wurden im Südchinesischen Meer zur Besiedlung Polynesiens, Auslegerkanus entwickelt. Ca. 1000 Jahre v. Chr. haben die Griechen zwei Grundtypen von seegängigen Segelschiffen entwickelt. Zum einen mit einem geräumigen Rumpf und einem großen Rahsegel das Lastschiff. Zum zweiten die Galeere, die für die Marschfahrt einen Mast mit mittelgroßem Rahsegel hatte. Bei einer Flaute oder einer Seeschlacht wurde mit Riemen gerudert. Zahlreiche Entdeckungs- und Eroberungsreisen mit Segelschiffen folgten in den Jahrhunderten darauf. Um die Zeitwende nutzten auch die Römer kombinierte Ruder- und Segelschiffe für Kriegs- und Handelszwecke. 102 Jahre v. Chr. ergriff Rom Gegenmaßnahmen gegen die Plage der kilikischen und kretischen Piraten.
Wikingerzeit und Mittelalter
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Gegen Ende des römischen Reiches segelten die Angelsachsen mit Langschiffen, welche einen Mast mit Rahsegel hatten, über die Nordsee nach England. Vom 6. bis zum 8. Jahrhundert perfektionierten die Wikinger diesen Schiffstyp. Die Wikinger segelten mit ihren Schiffen bis zu 20 Knoten schnell. Aus den breiten und offenen Handelsschiffen wurde nach dem Ende der Wikingerzeit im Norden die Hansekogge entwickelt. Sie bildete das Rückgrat des Fernhandels der Hanse und hatte nur einen Mast. Zwei- und dreimastige Schiffe wurden gegen Ende des Mittelalters gebaut. In Spanien und Portugal wurde aus diesen Schiffstypen die Karavelle entwickelt. Christop Kolumbus, Ferdinand Magellan und Vasco da Gama unternahmen mit diesem Schiffstyp ihre Entdeckungsreisen. Zahlreiche Seefahrten im Indischen Ozean bis nach Ostafrika unternahm der chinesische Admiral Zheng He Anfang des 15. Jahrhunderts.
Neuzeit
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Spezialisiertere Formen verwendete man seit dem 17. Jahrhundert, darunter sind Linienschiffe und Fregatten. Ausgefeiltere Besegelungen wurden entwickelt, zudem wurden Schiffe schlanker, sie hatten mehr Tiefgang und konnten höher am Wind gesegelt werden. Die schnellen schnittigen Klipper wurden durch die zunehmende Handelsschifffahrt im 19. Jahrhundert entwickelt. Das Zeitalter des Großseglerstypen Windjammer wurde durch die Verwendung von Eisen (1890 Stahl) als Baumaterial eingeläutet. Die größten Segelschiffe aller zeiten liefen 1902 die Preußen und 1911 die France II vom Stapel. Dampf- und später Motorschiffe, die manövrierfähiger und wirtschaftlicher waren haben die Segelschiffe ersetzt. Die Royal Clipper, die ihren Dienst als Luxuskreuzfahrtsschiff erweist ist das größte in Betrieb befindlichte Segelschiff der Gegenwart.
Bei Hofe und durch wohlhabende Geschäftsleute in England und den Niederlanden wurden zu beginn des 17. Jahrhunderts Segelboote zum Freizeitvergnügen im großen Stil genutzt. Im irischen Cork wurde 1720 der erste Yachtclub gegründet. Die Prince of Wales startete 1749 die erste Regatta, bei der es um einen Pokal ging. Mehrere bedeutende Segelregatten wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ins Leben gerufen. Zum Beispiel der America´s Cup im Jahre 1851 oder die Kieler Woche im Jahre 1882. Im Jahre 1855 wurde in Königsberg der älteste deutsche Segelverein der Segelclub Rhe e. V. gegründet. Der erste olymische Wettbewerb im Segeln fand 1900 statt. Segeln begann aus Kostengründen als Elitesport für reiche Leute. Inzwischen hat es sich zunehmend zu einem Breitensort entwickelt.
Physikalische Grundlagen des Segelns
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Antrieb eins Segelschiffes
Zwei Effekte treiben ein Segelschiff voran: zum einen Winddruck auf das Segel und zum anderen Luftströmung um das Segel. Die beiden Effekte überlagern sich meistens in der Praxis. Die Gegenkraft zum Vortrieb ist bei einem fahrenden Schiff im Wesentlichen der Wasserwiederstand, der auf den Schiffsrumpf wirkt. Der hauptsächliche Vortrieb entsteht durch die Übertragung des Windes auf den oder die segelführenden Masten und die Kraft überträgt sich wiederum auf den Schifsrumpf.
Winddruck auf das Segel
Der Antrieb eines Segelschiffes erfolgt durch den Widerstand, den die Segel dem Wind entgegensetzen, dies erfolgt wenn der Wind das Segelschiff von hinten auf Vorwindkurs oder von schräg hinten auf Raumwindkurs trifft. Der Wind versucht den Widerstand wegzuschieben und die Luftströmung wird dabei unterbrochen. Früher wurden auf Großseglern Rahsegel verwendet um diese Art des Vortriebs am güstigsten zu nutzen.
Windströmung am Segel (Tragflächeneffekt)
Schratsegel sind von Vorteil um gut zu kreuzen. Strömungstechnisch ähnlich wie die Tragfläche eines Flugzeuges, verhalten sich diese heute üblicherweise verwendeten, dreieckigen Segel. Komplexe Abläufe und Strömungen rund um das Segel werden von der Wölbung des Segels bewirkt. Im Wesentlichen führen sie dazu, dass die Luft aus ihrer ursprünglichen Richtung abgelenkt wird. Eine Kraft ist dazu erforderlich. Zum Teil wird diese Kraft in Vortrieb und zum anderen Teil in Abdrift nach Lee und in der Schräglage des Schiffes durch den Widerstand des Kiels oder Schwertes unter Wasser umgesetzt. Von dynamischen Auftrieb spricht man, da die Segel nur bei Umströmung Auftrieb liefern. Durch den Winkel zwischen Segel und Wind, dem sogenannten Anstellwinkel, wird der Vortirieb am Segel und damit die Antriebskraft und die Geschwindigkeit des Bootes entscheident beeinflusst. Ist dieser Winkel zu klein beginnt das Segel zu flattern. Ist der Winkel zu groß, reißt die Luftströmung auf der Leeseite des Segels ab, es entstehen Luftwirbel und der Antrieb bricht zusammen.
Segelsport
Regattasegeln und Fahrtensegeln sind die Beiden stark unterschiedlichen Arten des sportlichen Segelns. Sie sind vergleichbar mit dem Unterschied zwischen Radrennen und einer Radtour.
Regattasegeln
Zum Thema Segelregatten finden sie hier mehr Informationen.
Fahrtensegeln
Unter Fahrtensegeln werden meist mehrtägige Segeltörns verstanden. Sie können mehr oder weniger sportlich ausgeprägt sein und dienen eher der Erholung oder dem Fortkommen als wie den Wettkampf mit anderen Booten. Ein weit gefächertes Spektrum umfasst das Fahrtensegeln, von kurzen Tagestörns bis zu mehrere Jahren dauernden Weltumsegelung. Vor allem besteht die Faszination im intensiven Erleben der umgebenden Natur und in der Herausvorderung, sich mit deren Kräften zu arrangieren und sie für sich zu nutzen. Deutlich mehr auf Wohnkomfort und Sicherheit ist die Ausrüstung einer Charteryacht ausgelgt, die einer Regattayacht eher auf geringes Gewicht. Mehrtägige Törns und Tagestörns unterscheiden sich. Mehrtägige Törns haben einen deutlich Höheren Bedarf an Verpflegung, Trinkwasser und Ausrüstung. Navigation, Erfahrung und Ausrüstung für Sicherheit sind deutlich mehr erforderlich wenn nach nachts durchgesegelt wird als für das Segeln bei Tage. Fahrtensegler organisieren ihre Törns meist auf individueller Basis im Unterschied zu Regattaseglern. In Vereinen sind Fahrtensegler eher selten organisiert.
Gesetzliche Vorschriften
Ausbildung und Führerscheine
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